GORILLA MOON
Wenn der elektrische Mond über das Bergische Land rast, steigen drei Gorillas
von der Schwebebahn herab und lassen ihre elektrischen Trommeln durch das Tal der
Wupper knallen. Das gegeninteressierte Publikum lechzt nach einer neuen Dosis ihrer
stärkenden Mixtur aus britzelndem Jazz und brutzelndem Rock.
Das Trio Gorilla Moon wurde 2006 von den Veteranen Eugen Egner (g), Dietrich
Rauschtenberger (dr) und Dietmar Wehr (b) gegründet. Es gehört zu den letzten lebenden
Vertretern einer vom Aussterben bedrohten Musikrichtung, der freien Improvisation im
Bereich von instrumentalem Rock und Jazz.
[ Hörprobe ]
MEHR ROHR
Paul Hubweber (Posaune), Dietrich Rauschtenberger (Texte, Schlagzeug)
JazzTextKonzert - "Paul Hubwebers meisterhafte Kontrolle, was das Timbre des
Instrumentes angeht, garantiert Musik, die über die Posaune an sich hinausgeht, um zu
einem Ausdruck der Seele zu werden." (Massimo Ricci)
"Dank für die feine Vorstellung am Samstag. Dietrich hat einen solch feinen Humor
und Sprachwitz und Gespür für Nuancen. Es war eine reine Freude zu lauschen. Deine Läufe
und Loops besonders im ersten Take waren um-werfend, hypnotisch, manchmal ein wenig
frippelnd. Uuuhh!" (Stinkfuss)
[ Hörprobe ]
WIO
EIN ORCHESTER DIRIGIERT SICH SELBST
Das Wuppertaler Improvisations-Orchester, kurz WIO, entstand auf Initiative der Geiger
Gunda Gottschalk und Christoph Irmer in Zusammenarbeit mit der Peter-Kowald-Gesellschaft.
Das Orchester hat seit seiner Gründung vor einem Jahr schon mehrere Konzerte gegeben und
das Publikum mit seiner ungewöhnlichen Arbeitsweise begeistert. Das Konzept des Orchesters,
ohne Noten und Notenständer zu musizieren, dürfte in Deutschland einmalig sein.
Im August 2007 fand der erste Workshop statt unter der Leitung des Londoner Bassisten
David Leahy. Im November 2007 folgte ein weiterer mit dem Gitarristen Dave Tucker, der
ebenfalls aus London kommt. Der Bezug auf London ist kein Zufall, denn das WIO orientierte
sich zunächst an dem vom "London Improvisers Orchestra" praktizierten Konzept der
"Conductions", bei dem ein Mitglied des Orchesters für jeweils ein Stück die Leitung
übernimmt und mit Hilfe von "Conduction Signals" dirigiert. "Conduction Signals"
sind Handzeichen, mit denen sie oder er musikalische Strukturen nach eigenen Vorstellungen und aus dem
Moment heraus gestaltet. Dadurch kann das Publikum die Entstehung der Musik nicht nur mit den Ohren sondern
auch mit den Augen verfolgen. Das garantiert ein hohes Maß von Attraktivität.
Die Musikerinnen und Musiker des WIO leben nicht alle in Wuppertal, etwa die Hälfte der bis
zu 30 Mitwirkenden stammt aus Städten wie Köln, Aachen, Münster und Hagen. Sie kommen aus
verschiedenen Bereichen des Musiklebens. Einige spielen in Sinfonieorchestern und in Ensembles
der Neuen Musik, andere arbeiten in Jazz-Combos und in Rockgruppen. Besonders zu erwähnen ist
die Mitwirkung des Tänzers Geraldo Si aus dem Pina-Bausch-Ensemble. Sie alle verbindet die Liebe
zur Improvisation. Diese ungewöhnliche Vielfalt der künstlerischen Lebensläufe und Neigungen steht
für einen lebendigen und abwechslungsreichen Konzertabend.
[ Hörprobe ]
EINWANDFREI
Axel Petry (Saxophon, Klarinette, Flöte, Keyboard, Komposition) studierte ab 1973 Klarinette am Robert-Schumann-Institut in
Düsseldorf (u. a. bei Hermut Giesser) und Saxophon bei Wilton Gaynair. Zur selben Zeit gründete er die experimentelle
Rock-Jazz-Formation "Synthesis" mit Klaus Röder (Ex-Kraftwerk) und wirkte mit in zahlreichen Bands unterschiedlicher
Stilrichtungen der Düsseldorfer Musikszene (u. a. Frank Köllges). 1976 zog er nach Köln und arbeitet seitdem als
Privatlehrer für Musikerziehung, Saxophon, Klarinette und Querflöte. Er trat mit vielen namhaften Vertretern der
deutschen und internationalen Jazzszene auf (u.a. Gunter Hampel, Perry Robinson, Jürgen Dahmen, Albert
Mangelsdorff, Michal Urbaniak, Theo Jörgensmann, Sam Rivers, Gerd Dudek, Rainer Winterschladen. Mit
eigenen Gruppen nahm er an zahlreichen Festivals teil.
Hanns-Detlef Wißdorf (Kontrabass), approbierter Apotheker, ist am 11. Mai 1962 in Leverkusen geboren.
Er begann mit klassischem Klavierstudium bei Helmut Zernack. 1984 wechselte er zum Kontrabass, dem er sich
zuerst autodidaktisch über Jazz und freier Improvisation näherte. Er nahm an Workshops mit Paul Hubweber
und Johannes Bauer teil. Ab 2000 hatte er Unterricht bei Hartmut Kracht (Technik, Rhythmik) und ab 2005 bei
Alexandra Krings.
[ Hörprobe ]
|